KONZEPT



Konzept für das Gymnasium im Stift Neuzelle – anerkannte Ersatzschule mit internationaler Ausrichtung

 

Die folgenden pädagogischen Grundorientierungen unserer Internatsschule bilden die Basis unserer erzieherischen Arbeit:

  • Schaffung sozialer Lern- und Förderangebote, sowohl im als auch außerhalb des Unterrichts zur kompetenten, sinnlichen, motorischen und kreativen, sowie normen- und werteorientierten Entwicklung der Schülerinnen und Schüler.
  • Die Internatsschule will ihren Lernenden Möglichkeiten geben, neue Arbeits- und Lerntechniken auszuprobieren, sich Wissen selbstständig anzueignen und zu verarbeiten, sowie Fähig- und Fertigkeiten zu entwickeln, um erfolgreiches Lernen zu ermöglichen und zu erleichtern.
  • Die Realisierung einer individuellen Forderung und Förderung der Schüler und Schülerinnen nach Talenten, Neigungen und Interessen, gemäß dem Motto „Menschen stärken – Horizonte erweitern“.
  • Jahrgangsübergreifende Interaktion und Integration aller Schüler und Schülerinnen in Form von gemeinsamen Veranstaltungen sowie Lern- und Klassenpatenschaften.
  • Pflege und Intensivierung von interkulturellen Kontakten, damit eine Erziehung zu Toleranz gegenüber Menschen aus verschiedenen sozialen Hintergründen und Kulturen möglich ist.
  • Durch ein vielfältiges Beschäftigungsangebot im Rahmen einer Ganztagsschule sollen attraktive Lernsituationen geschaffen und die Identifikation mit dem Lebensraum Schule unterstützt werden - Schule nicht nur als Lern- sondern auch als Lebensort.
  • In diesem Sinne soll die Schule als Ort der Begegnung zwischen Schülern, Lehrern, Erziehern und Eltern verstanden und gelebt werden.
  • Das Gymnasium im Stift Neuzelle strebt ein freundliches, tolerantes und interkulturelles Miteinander an.
  • Alle Lehrer und Mitarbeiter unserer Schule arbeiten nach dem Leitsatz :

„In freundlicher Atmosphäre erreicht jeder Schüler und jede Schülerin für seine/ihre individuellen Fertig- und Fähigkeiten, durch unsere pädagogische - didaktische Förderung und Unterstützung aller Mitarbeiter/innen seinen/ihren höchstmöglichen Abschluss“.

 


Unsere Internatsschule ist konzipiert nach drei Ausrichtungen, die unser Gymnasium zu einer attraktiven und individuellen Lern- und Lehreinrichtung werden lassen:

1. Internationale Ausrichtung

Unserer internationale Ausrichtung spiegelt sich zum einen in der Zusammensetzung unserer Schüler- und Lehrerschaft wieder: So besuchen Schülerinnen und Schüler aus Polen, Ägypten, Rumänien, Russland, Korea und anderen Ländern unser Gymnasium. Auch unter den insgesamt 40 Lehrerinnen und Lehrern sind unterschiedliche Nationalitäten vertreten. Unsere Lehrer kommen aus Frankreich, Russland, Ungarn, Kuba und Polen. Dadurch ist ein umfangreicher Fremdsprachenunterricht möglich, bei dem die jeweilige Lehrkraft in ihrer Muttersprache authentisch lehrt.

 

Neben Englisch als erste Fremdsprache gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten für die Zweite Fremdsprache.  Unser Angebot reicht von Polnisch, Französisch, Spanisch, Latein bis zu Russisch. Fachübergreifend findet der Geschichtsunterricht in bilingualer Form statt. Hier wird Erlerntes praxisnah ausprobiert und angewendet. Außerdem ist es möglich ab der Klasse 9  eine dritte Fremdsprache anzuwählen.

 

Darüber hinaus pflegt unsere Internatsschule unterschiedlichste Kontakte zu europäischen und außereuropäischen Schulen: wir haben Partnerschulen in Polen, Ägypten, Ungarn, Frankreich und Großbritannien, aber auch beispielsweise in Südafrika die Deutsche Internationale Schule in Kapstadt. Die Zusammenarbeit erstreckt sich von Projektarbeiten (Comenius-Projekt, Aids-Afrika-Projekt, Arche Lauf, Teilnahme am Bundeswettbewerb „Afrika“) über Einzel- bzw. Gruppen-Schüleraustausche bis hin zu Klassen- und Studienfahrten. Wir ermöglichen unseren Schülern außerdem Auslandsaufenthalte bis zu einem halben Jahr in Kapstadt (Südafrika) oder Kairo (Ägypten). Das Lied „Ode an die Freude“, welches wir zu unserer Schulhymne erklärt haben, wird bereits in deutscher, englischer und polnischer Sprache gesungen.
Aufgrund unseres internationalen Engagements sind wir eine von wenigen Schulen, die sich als  „staatlich anerkannte Schule mit internationaler Ausrichtung“ im Land Brandenburg bezeichnen darf.

 

 

Besonderes Augenmerk richten wir auf die deutsch-polnische Ausrichtung unserer Schule:

 

 

Polnische Schülerinnen und Schüler besuchen unser Gymnasium bereits ab der Jahrgangsstufe 7. Das Unterrichtsfach Polnisch wird ab der 7. Klasse als zweite Fremdsprache angeboten. Um unsere Kinder frühzeitig mit der Kultur und Sprache unseres Nachbarlandes vertraut zu machen erteilen wir in der Grundschule Neuzelle Polnischunterricht.
In der Sekundarstufe II bieten wir Polnisch als Leistungsfach an. Über die Sprache hinaus lernen unsere Schüler die polnische Kultur, Sprache, Musik und Literatur kennen. Gerade in Zeiten der Globalisierung ist dies ein wichtiger Beitrag zum gegenseitigen Verständnis und zur Verständigung. Damit unsere polnischen Schüler und Schülerinnen sich wohl fühlen und ihre  Mitschülerinnen und Mitschüler mit den polnischen Traditionen vertraut werden, nehmen wir nationale Feiertage und traditionelle Veranstaltungen in unser Schulleben auf, wie zum Beispiel 100-Tage-Vorabitur.

 

 

Bereits in der 7. Klassen führt die erste Klassenfahrt traditionell nach Polen zu unserer Patenschule nach Drzonkow. Mit dem Europäischen Gymnasium und Lyzeum in Zielona Góra der Europäischen Stiftung für Bildung und Kultur verbindet uns ein gemeinsames pädagogisches Konzept. Gemeinsam mit diesen Schulen und der Stiftung Stift Neuzelle initiieren wir das grenzübergreifende Projekt „deutsch – polnische Bildungsbrücke“.
In unserem Nachbarland nehmen wir an verschiedenen Messen und Sprachwettbewerben teil, so dass unsere Schülerinnen und Schüler ihre sprachlichen Kompetenzen ausprobieren können und das Land, die Menschen und ihre Kultur besser kennen lernen.

 

 

 

 

2. Musisch-ästhetische-künstlerische Ausrichtung

Besonderen Wert legen wir auf die ästhetisch-musische Erziehung der Kinder und Jugendlichen um ihre Sinne zu schärfen, ihre Kreativität zu fördern.
Somit wird eine musisch-ästhetische und künstlerische Förderung angestrebt, bei der musikalisches Verständnis erreicht, Improvisationstalent gefördert werden, Sinne sensibilisiert werden, Teamfähigkeit und Kommunikation intensiviert und  Selbstbewusstsein, Selbstdisziplin, sowie Selbstverantwortung gesteigert wird. Die Schülerinnen und Schüler sollen ein Kunstverständnis entwickeln, sowie Fertigkeiten und Techniken erlernen und gestalterisches Können vertiefen und festigen. Sie sollen Entspannung finden und sich kreativ durch Musik und Kunst entfalten.

 

 

Ein vielfältiges Freizeit- und AG-Angebot unterstützt unsere pädagogische Arbeit und Vorstellung von einem musisch-künstlerisch ausgerichtetem Lehr- und Lernangebot. Wir haben einen Chor, in dem jederzeit neue Mitglieder willkommen sind, Schülerbands, ein Instrumenten-Ensemble, eine Tanz-AG, sowie eine Kunst- und Töpferwerkstatt. Theater wird sowohl als DS-Unterricht in verschiedenen Jahrgängen (WP Kl. 10 und Oberstufe), wie auch als AG im Zuge der GTS angeboten. Ziel ist es, dass die musikalisch- künstlerischen Gruppen aktiv den Schulalltag mitgestalten so z. B. durch die Teilnahme an traditionellen musikalischen, künstlerischen Veranstaltungen wie Konzerten und Theaterabenden die in und außerhalb der Schule stattfinden.

 

 

In der wechselnden „Galerie 111“ der Schule werden Kunstwerke besonders begabter Schülerinnen und Schüler ausgestellt um sie auch der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Regelmäßig nehmen wir am Schreibwettbewerb der Arcelor Mittal Stiftung und an anderen schulexternen Wettbewerben und Projekten, wie Sprach- oder Theaterwettbewerben und Musikprojekten (z. B. Kompositionsprojekt – Schüler aus Leipzig, Neuzelle und Schweden komponieren gemeinsam) teil. Die sehr guten Ergebnisse verdeutlichen, dass unser Lehrpersonal nicht nur das Interesse unserer Lernenden fördert und fordert, sondern gemeinsam mit ihnen sich den Herausforderungen stellt.

 

 

 

Musikalische Abteilung:

Unsere musikalische Abteilung bietet neben dem regulären Musikunterricht zusätzlich eine fundierte Instrumental- und  Gesangsausbildung. Ermöglicht wird dies durch die Musiklehrer unserer Schule und schulexternen Instrumentalpädagogen. Unterricht wird unter anderem für Klavier, Gitarre, Posaune, Saxophon und Geige erteilt. Höhepunkt eines jeden Schuljahres ist unser großes Adventskonzert, bei dem unsere Schülerinnen und Schüler ihr Können unter den kritischen Augen der Öffentlichkeit unter Beweis stellen.

 

 


3. Pädagogisch-sozial-kommunikative Ausrichtung

Unser Leitspruch „Menschen stärken – Horizonte erweitern“ ist der rote Leitfaden in unserem Schulkonzept. Er führt durch alle drei Ausrichtungen und betont unsere pädagogischen Grundorientierungen. In unserer pädagogisch-sozial-kommunikativen Ausrichtung legen wir besonderes Augenmerk auf die Interessen, Stärken und Schwächen unserer Schützlinge. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich hier  wohl fühlen und gern in ihre Schule kommen. Sie sollen Bildung erleben, ohne Barrieren lernen, sowie Erfahrungen sammeln und austauschen.

 

 

 

Internat:

Das Internat und das Gymnasium bilden eine pädagogische Einheit. Grundlage ist intensive Kooperation und Zusammenarbeit zwischen den Lehrern und Erziehern. Im Internat werden die Schülerinnen und Schüler durch ausgebildete Erzieher (innen) betreut, welche an allen Wochenenden im Internat anwesend sind. Jeder Erzieher ist für eine kleine Gruppe von Internatsbewohnern zuständig, deren Ansprechpartner und Vertrauensperson. Gemeinsam mit den Schülern fertigen sie Portfolios an, in denen vor allem die Schullaufbahn und die persönliche Entwicklung  der Heranwachsenden aufgezeichnet wird. Dadurch kann besonderer Förderbedarf bei Lernschwächen und höherer Begabung festgestellt und entsprechende Konzepte für die individuelle Förderung und Forderung erstellt werden.

 

 

Das Internat ist für insgesamt 45 Schülerinnen und Schüler eingerichtet. Sie wohnen in modernen 1- oder 2-Bettzimmern, die mit Duschen und WCs ausgestattet sind. Im Haus ist WLAN vorhanden, so wie ein Kraftsport- und Fitnessraum, Erholungsräume und diverse Rückzugsmöglichkeiten. Das Internatsgelände bietet viel Raum für eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung. Wir bieten den Bewohnern des Internats eine große Auswahl an Aktivitäten und Veranstaltungen, die sie an freien Nachmittagen, Abenden und an Wochenenden nutzen können: Besuch von thematischen Ausstellungen, Aufführungen im Staatstheater und Jugendtheater Piccolo in Cottbus und Kleisttheater in Frankfurt/Oder, Universitätsvorlesungen, Billard- und Bowling-Abende, Besuch der Schwimmhalle, Kino, Back- und Kochnachmittage, Grillabende, kunsthandwerkliche Nachmittage, Gesellschaftsspiele, Sportwettbewerbe, Besuch des deutsch-polnischen Weihnachtsmarktes in Frankfurt/Oder, Besteigung des Neuzeller Klosterkirchturmes, Besuch des Stadt- und Industriemuseums in Guben und des Dokumentationszentrums Alltagskultur in der DDR mit ständig wechselnden Ausstellungen. Das Internat gestaltet eine Weihnachtsfeier und nimmt am Frühlingsball und Sommerfest des Gymnasiums teil. Einmal wöchentlich wird gemeinsam mit den Erziehern und Internatskindern eingekauft und gekocht. So gestalten auch hier die Schüler aktiv den Lehr- und Lernalltag mit. Es stehen jederzeit schuleigene Kleinbusse für Unternehmungen zur Verfügung.

 

Schule:

 

 

In unseren Internatsschulen, dem Gymnasium und der Oberschule legen wir besonderen Wert auf die Zusammenarbeit und Kooperation zwischen Eltern, Schülern und Lehrern. So sollen auch die Eltern aktiv am Schulleben mitwirken, sie werden sowohl bei Klassenfahrten, als auch in unterschiedlichen Arbeitsgemeinschaften einbezogen. In den 7. und 8. Klassen finden regelmäßig Elternbesuche statt, es gibt einen Elternstammtisch, Elternsprechtage und Elternversammlungen.
Zu Beginn jeden Schuljahres bilden die älteren Jahrgangsstufen Patenschaften mit den neuen Siebentklässlern um sie in die Schule einzuführen und ihnen in den ersten Tagen Hilfe und Orientierung zu bieten. Kontakte zwischen verschiedenen Jahrgängen werden zudem durch vielfältige Arbeitsgemeinschaften hergestellt. In der Sekundarstufe I gibt es in jeder Klasse Schülerdienste, die sich um unterschiedliche Aufgaben, wie Tafel wischen, Pflanzen pflegen und weiteres kümmern. Dadurch lernen sie schon frühzeitig Verantwortung zu übernehmen und selbstständig zu werden.

 

 

Unser pädagogisch geschultes Personal vermittelt den Schülerinnen und Schülern Lernmotivation, sowie Begeisterung für den Sinn und Zweck und lehrt sie Grenzen zu überschreiten. Die Jugendlichen erhalten eine individuelle Schullaufbahn- und Berufs-, beziehungsweise Studienberatung. In jedem Schuljahr wählen unsere Schülerinnen und Schüler einen Vertrauenslehrer, der sie berät und ihnen bei Sorgen und Problemen zur Seite steht. Zudem können sich unsere Schülerinnen und Schüler pädagogisch und psychologisch bilden, indem sie in der Sekundarstufe II das Fächerangebot Pädagogik/Psychologie nutzen. In einem Praktikum können gesammelte Erfahrungen ausprobiert und angewandt werden.
Die Ausgestaltung der Schwerpunktbildung und die individuelle Interessenausrichtung ist durch den gesamten Wahlpflichtbereich möglich: Ab der 7. Klasse wird eine zweite Fremdsprache belegt und im Wahlpflichtbereich zwischen den Fächern Naturwissenschaft, Sport oder Musik gewählt.  Ab der 10. Klasse werden die Wahlmöglichkeiten um naturwissenschaftliche, gesellschaftswissenschaftliche und künstlerische Fächer erweitert.
Dazu kommt ein breitgefächertes Angebot an Arbeitsgemeinschaften und Projekten im Zuge der Ganztagsschule, bei denen sich unsere Schülerinnen und Schüler frei entfalten können. Zu den AGs zählen: Schulgarten, Theater, Tanz, Schulbands, Schach, Computer, Kochen, Chor,  Musik-Ensemble, Tennis, Volleyball, Inline-Skater, Fußball, Internatssportgruppe, Kunst, Chemie, Werken, Schulradio, Schülerfirma und Projekt Schuljahrbuch.

 

 

Wir bieten sowohl fächerübergreifenden Projektunterricht an, als auch  projektorientierten Unterricht. Unseren Schülern soll so das Lernen erleichtert und globales Denken unterstützt werden. Individuelle Förderung und Forderung von Schülern findet in besonderem Maße in der  Hausaufgabenbetreuung sowie dem angebotenen Förderunterricht statt. Außerdem  werden LRS-Diagnostik und –Förderung vorgesehen, sowie die Teilnahme von Talenten an Olympiaden und Wettbewerben in den Bereichen Naturwissenschaften, Sport, Sprachen, Musik und Kunst. In unseren modern und individuell eingerichteten Räumen erlernen die Heranwachsenden den Umgang mit modernster Medientechnik. Dies wird in der Computer-AG unterstützt und kann in der neu eingerichteten Mediathek Anwendung finden. Durch die multimediale Ausstattung der Lehr- und Lernorte in unserer Schule entsteht Dynamik, Multimedialität, Flexibilität und Globalität in Interaktionsräumen. Kreatives und interaktives Arbeiten in Gruppen, wie auch individuelle Hilfe für Schüler und Schülerinnen wird damit ermöglicht, Verantwortung für den Umgang mit der Technik, Kommunikation und Kreativität gefördert, sowie selbstständige Wissenserweiterung und  eigenverantwortliches, multimediales Lernen und Arbeiten möglich.

 

 

Im Ganztagsangebot spielen unsere Sport-AGs eine besondere Rolle. Hier werden motorische Fähigkeiten der Sportbegeisterten aufgebaut und gefördert. Gesundheits- und Fitness fördernde Angebote stellen das Gleichgewicht zwischen den unterschiedlichsten Anforderungen des Schulalltags her. Neben individuellen Kompetenzen sollen Teamfähigkeit und Kommunikation gefördert werden. Die Kinder und Jugendlichen lernen die Würde und Leistung anderer zu achten und zu akzeptieren. Zudem werden beim Sport und Spiel Eigenschaften wie Selbstbewusstsein, Durchsetzungsvermögen, Kampfgeist, Willensstärke, Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft, Gruppendenken und  Vertrauen verstärkt, was zu einem positiveren und fairen Miteinander führt. Weiterhin können besondere Sporttalente eine individuelle Förderung, beispielsweise beim Tennis oder Volleyballspiel erhalten. Durch das Trainieren in Gruppen und Teams können negativen Gruppenphänomenen entgegengewirkt oder aber verschiedene individuelle und kollektive Lernprozesse für das gemeinsame Agieren genutzt werden. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit ihre personale und soziale Identität zu finden und zu festigen. Sie übernehmen Normen und Verhaltensregeln, erkennen ihre gegenseitige Abhängigkeit. Die sportlichen Betätigungen ermöglichen das Modell- und Beobachtungslernen, wenn ältere und/oder talentiertere Sportlerinnen und Sportler eine Vorbildfunktion für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler einnehmen. In unserem Internetcafé können interpersonale Kontakte zwischen Lehrern und Schülern und zu Mitschülern und Freunden gepflegt, aber auch neue nationale und internationale Kontakte geknüpft werden.

 

 

Um den Unterricht und die Arbeitsgemeinschaften interessant und so effektiv wie möglich zu gestalten, bedarf es neuster und modernster Lernmethoden, die unser pädagogisches Personal in ständigen schulinternen und –externen Fort- und Weiterbildungen erarbeitet und verinnerlichet. Das Internatsgymnasium Neuzelle ist eine Ausbildungsschule für Lehramtsstudenten im Praktikum und Studienreferendare im Vorbereitungsdienst für Gymnasien. So profitieren unsere Schülerinnen und Schüler sowohl von den Erfahrungen der bereits tätigen Lehrer, als auch von den neuen und jungen Ideen der auszubildenden Referendare. Daneben ergreifen wir Maßnahmen zur Durchführung von Evaluationen, mit denen die Schule schulbezogene oder schulübergreifende Qualitätsstandards beurteilt. Dazu gehören Abschlussprüfungen, Vergleichsarbeiten und  Qualitätsüberprüfung. Unser Lehrerteam erarbeitet zudem Leitideen und Grundsätze zur Umsetzung der Rahmenlehrplanvorgaben zu einem schuleigenen Lehrplan einschließlich der Grundsätze zur Leistungsbewertung auf der Grundlage der schulischen Gremienbeschlüsse.

 

 


Kooperation mit schulexternen Partnern:

Entscheidend für eine gelungene Umsetzung des Profils ist die Unterstützung unserer Schule durch schulexterne Personen und Einrichtungen.

 

 

Im Bereich Wissenschaft und Bildung sind dies verschiedene  Universitäten: die Viadrina Frankfurt/Oder, die BTU Cottbus, die Universität Potsdam, sowie die Bergakademie Freiberg. Zusammen mit den Einrichtungen veranstalten wir beispielsweise das ALUMNI-Projekt und  Schnupperstudien für die Sekundarstufe II und die Internatsschüler. Die Zusammenarbeit mit der Grundschule Neuzelle zeigt sich in Schnuppertagen, Polnischanfangsunterricht sowie einer AG für Grundschüler.

Bei der Berufs- und Studienberatung erhalten unsere Schüler kompetente Unterstützung durch die Mitarbeiter der Arbeitsagentur. (E-Mail: Frankfurt-Oder@arbeitsagentur.de)

 

 

Im Bereich Wirtschaft und Öffentlichkeit kooperieren wir mit der Sparkasse, regionalen Unternehmen hinsichtlich Schülerbetriebspraktika, dem Heimatkreis Neuzelle, wobei Ausstellungen, Kulturbeiträge auf regionalen Veranstaltungen oder gemeinsame Traditionspflege hervorgehen, der Großgemeinde Neuzelle, mit der wir gemeinsame Feste und Veranstaltungen planen und organisieren, dem Schulförderverein „Freunde der Rahn-Schulen in Neuzelle“ und der Partnergemeinde Przylep, mit der grenzübergreifende Projekte gestaltet werden.

 

 

 

Das Gymnasium im Stift Neuzelle ist eine Ganztagsschule in offener Form. Die Schule ist von 7:00 Uhr geöffnet und Arbeitsgemeinschaften finden bis  17:00 Uhr statt.
Vor Schulbeginn, in den Pausen und nach dem Ende des Unterrichtes haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich in der Cafeteria, welche unter der Woche täglich  von 7:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet hat, oder in der neu entstehenden Mediathek aufzuhalten. Vormittags findet regulärer Unterricht statt. Im Anschluss daran können von den Mädchen und Jungen außerunterrichtliche und jugendkulturelle Bildungsangebote und pädagogisch begleitete oder selbstorganisierte Freizeitaktivitäten in Form von vielfältig angebotenen  AGs, die nicht zwingend mit dem Lerngeschehen der Schule in Verbindung stehen, wahrgenommen werden. Um das Bestehen der Arbeitsgemeinschaften zu sichern, sollen sich Schülerinnen und Schüler der siebenten und achten Klasse verbindlich, gerichtet nach ihren Interessen, für ein oder mehrere Projekte anmelden. Allen anderen Jahrgangsstufen ist es frei gestellt, sich an den Arbeitsgruppen zu beteiligen.


 




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